Zusammenfassung
An seinem Standort in Stade, in der Nähe von Hamburg betreibt Dow insgesamt 16 Produktionsstätten, die verschiedene, auf Salzen basierende Chemikalien, herstellen. Für diese Anlagen ist eine Versorgung mit Betriebswasser und VE-Wasser notwendig.
Evides Industriewasser hat, durch seine Tochtergesellschaft Evides Stade Wasserbetrieb GmbH, eine neue Entsalzungsanlage im Rahmen eines langfristigen DBFO- Vertrages entworfen, konstruiert und finanziert. Als Rohwasser für diese Anlage dient Wasser das der nahegelegenen Elbe entnommen wird. Seit ihrer Inbetriebnahme im Jahr 2002 wird diese Anlage von Evides betrieben. Die neu errichteten Elemente wurden ohne größere Schwierigkeiten in die bestehenden Aufbereitungsanlagen integriert, die im Rahmen der Partnerschaft von Evides übernommen wurden.
Outsourcing = Partnerschaft
Auf Grundlage der intensiven und produktiven Zusammenarbeit bei der Wasseraufbereitung am Dow Standort in Terneuzen in den Niederlanden wurde Evides auch mit der Modernisierung, Optimierung und Erweiterung der Wasseranlagen in Stade beauftragt.
Nach gründlichen Vergleichen verschiedener Konzepte und Technologien führten wir zunächst Untersuchungen in einer Pilotanlage auf dem Gelände von Dow in Stade durch. Basierend auf diesen Ergebnissen entschieden wir uns für eine robuste und verlässliche Lösung. Dieses Anlagenkonzept besteht aus Flockung/Fällung, Sedimentation und Filtration - für die Produktion von Betriebswasser - sowie zusätzlichen Schritten mit Ionenaustauschern für die Produktion von VE-Wasser. Besonders wichtig für Dow sind die hohe Zuverlässigkeit der Anlagen und eine garantierte Versorgung.
Projektdetails
Die gesamte Kapazität der Wasseraufbereitungsanlage, die der alten übernommenen als auch der neu gebauten Teile, beträgt 5 Millionen m³ VE-Wasser und 2 Millionen m³ Betriebswasser pro Jahr.
Die Anlage wurde so konstruiert, dass die wechselnden Zusammensetzungen des Elbe-Wassers aufgrund der Gezeiteneinflüsse durch den Prozess ausgeglichen werden können. Die neue Anlage, sowie eine beständige Verbesserung in der Betriebsführung, führen zu erheblichen Einsparungen in den Bereichen Energie und Chemikalien. Früher oftmals notwendige Rückgriffe auf Trinkwasser zur Standortversorgung entfallen heute vollständig. Die Ergebnisse sind nicht nur Kostenersparnisse, sondern auch ein großer Beitrag zur gestiegenen Umweltverträglichkeit der Dow-Anlagen.
Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre (EN) dieses Projekts.